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Die Klinik

Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem liegt ruhig in ländlicher Umgebung am Fuße des Stemweder Berges. Das weitläufige, grüne und etwa zehn Hektar große Klinikgelände bietet ideale Voraussetzungen für eine Therapie mit hohen Anforderungen an die Patienten.

Die Klinik verfügt heute über rund 190 stationäre Therapieplätze für suchtkranke Straftäter auf acht Stationen. Der überwiegende Teil davon ist besonders gesichert. Neben den stationär untergebrachten Patienten versorgen wir auch etwa 30 bereits beurlaubte Patienten sowie rund 60 aus dem Maßregelvollzug entlassene Patienten über unsere Forensische Nachsorgeambulanz (FNA).

Blick aus dem parkähnlichen Innenhof mit sprudelndem Steinbrunnen und Fischreihern aus Bronze auf die helle Außenfassade von Schloss Haldem.

Die Aufnahmestation

Unsere Aufnahmestation verfügt über 24 Plätze. Die Patienten verbringen hier die ersten sechs bis zwölf Wochen ihrer Behandlung. In dieser Zeit führen unsere Therapeuten eine umfassende psychiatrische und psychologisch-pädagogische Diagnostik durch. Dabei berücksichtigen sie die persönliche Lebensgeschichte des Patienten mit seinem sozialen Umfeld, seinen Eigenschaften und Erfahrungen. Auf dieser Basis wird der Behandlungsplan erstellt.

Danach wird der Patient zur intensiven Milieu- und Psychotherapie auf eine Therapiestation verlegt.

 

Zwei weiße, einstöckige Gebäude mit vergitterten Fenstern und zwei blaue Sitzgruppen auf grünem Rasen. Die Bäume im Hintergrund tragen kein Laub.

Die Therapiestationen

Auf den acht Therapiestationen mit 14 bis 25 Plätzen leben die Patienten in therapeutischen Wohngruppen. Diese bestehen aus Einzel- und Doppelzimmern, Waschräumen, einer Küche und einem Gemeinschaftszimmer.

In den Wohngruppen versorgen sich die Patienten überwiegend selbst. Dazu gehören etwa Kochen, Wäsche waschen und putzen. Mit der Unterstützung des Pflege- und Erziehungsdienstes lernen sie hier einen geregelten, suchtmittel- und straffreien Tagesablauf.

Ein heller Stationsflur mit mehreren geschlossenen gelben Türen und zwei Sitzgruppen aus Korbgeflecht.

Die Außenwohngruppen

In den drei Außenwohngruppen mit insgesamt 14 Plätzen leben die Patienten bereits weitestgehend selbstorganisiert. Die Wohngemeinschaften befinden sich zwar in unmittelbarer Nähe der Klinik, jedoch außerhalb der Sicherheitszäune. Patienten, die hier leben, sind in ihrer Therapie weit fortgeschritten und haben meist nur noch wenige Wochen oder Monate bis zu ihrer Entlassung.

Um darauf gut vorbereitet zu sein, wird ihnen in den Außenwohngruppen die Möglichkeit gegeben, sich auf das normale Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Sie gehen arbeiten, versorgen sich selbst und müssen mit ihrem Verpflegungsgeld haushalten.

Die Patienten bewohnen dort Einzelzimmer, teilen sich aber mit ihren Mitpatienten Küche, Wohnzimmer und Bäder.

Ein junger Mann steht in einer hellen Küche und trocknet ab.

Forensische Nachsorgeambulanz

Die Nachsorge bildet den letzten Schritt in der Behandlungskette. Die Mitarbeiter unserer forensischen Nachsorgeambulanz begleiten die Patienten auf dem Weg zurück in ein straf- und suchtmittelfreies Leben. Sie suchen die Entlassenen regelmäßig in ihrem sozialen Umfeld auf.

Sollte es während der Bewährungszeit zu forensisch relevanten Vorfällen oder einer eskalierenden Suchtmittelentwicklung kommen, besteht die Möglichkeit, den Entlassenen für eine gewisse Zeit wieder aufzunehmen und ihn nach einer entsprechenden Behandlung erneut an seinen Wohnort zu entlassen.

Weitere Informationen zur forensischen Nachsorge

Ein Mann klettert eine Felswand hinauf und wird dabei über ein gelbes Seil abgesichert. Foto: Pixelio